Was ist der „Vielfalter?“

Der „Vielfalter“ steht symbolisch für eine Pädagogik der Vielfalt, deren Idee Grundlage für die Auswahl der auf diesem Blog vorgestellten Bilderbücher ist.

Der „Vielfalter“-Blog soll eine möglichst umfangreiche Auswahl an Bilderbüchern vorstellen, deren Themen, Darstellung und Sprache Kindern die Vielfalt dieser Welt widerspiegeln und deren Inhalte auf diskriminierende Darstellungen verzichten.

Bei der Auswahl der Bücher liegt das Hauptaugenmerk auf der Relevanz für den Alltag der Kinder, also z.B. der Umgang mit den eigenen Gefühlen und denen anderer, oder die Darstellung von der gesellschaftlichen Norm abweichender Lebensrealitäten. In manchen Geschichten werden diese Themen zentral behandelt, in anderen fließen sie in die Handlung mit ein.

Relevant sind diese Bücher für Kinder deswegen, weil sie Welten außerhalb der weißen, europäischen heteronormativen Vater-Mutter-Sohn-Tochter-Hund-und-Katze-Familie aufzeigen; eben so vielfältig, wie die Welt nun einmal ist. Kinder, die selbst nicht dieser Norm zugeordnet werden, können sich in diesen Geschichten wiederfinden und bekommen vermittelt, dass sie genau so gut sind, wie sie sind, und dass sie nicht in ein Bild passen müssen, das andere Menschen haben und zu sehen erwarten.

Mit Hilfe von ausgesuchten Bilderbüchern öffnen wir Kindern die ersten Türen zu ihren selbst gewählten Freiräumen. Geschichten können dazu anregen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, andere zu respektieren, eigene Ideen zu entwickeln und den eigenen Wert zu erkennen.

Die Geschichten, die wir in unserer Kindheit kennenlernen, können uns unser ganzes Leben lang begleiten. Daher sollten die, die diese Bücher zur Verfügung stellen, mit der Auswahl nicht all zu sorglos umgehen. Wir suchen uns Vorbilder und erschließen uns unsere Welt anhand der Geschichten, die wir lesen, hören, sehen und erleben. Durch einen eingeschränkten Zugang zu diesen Geschichten wird auch das Bild von der Welt in gewisser Weise beschränkt sein.

Wähle ich beispielsweise nur Bücher aus, in denen weiße verheiratete Männer und Frauen mit Kindern eine Rolle spielen, lernen Kinder auch nur diese Geschichten kennen und sehen sie als die Norm an. Je nach dem, in welchem Umfeld die Kinder aufwachsen, kennen sie auch nichts anderes und bekommen ein verfälschtes, unvollständiges Bild von der Gesellschaft. Auch die Rollen, die die Charaktere spielen, sind von Bedeutung. Hängen diese in gesellschaftlich geschaffenen Rollen fest, wie z.B. die Frau zuhause am Herd, reproduziert das Buch Vorstellungen von Normen, die in der Realität nicht existieren.

Durch ein vielfältiges Angebot an Themen, Charakteren und Darstellungen in Bilderbüchern ermöglichen wir Kindern den Zugang zu einem offenen Weltbild.

Anmerkungen zu meinen Texten:

Ich setze zwischen die männliche und weibliche Form eines Wortes ein „Gender-Sternchen“ (Bsp.: der*die Freund*in), womit ich alle Menschen, ob sie sich nun männlich oder weiblich, sonst wie oder gar nicht definieren, mit einschließen möchte.

Die Buchrezensionen verfasse ich vollständig selbst, wobei ich jeweils die Titelseite und eine Beispielseite der Bücher einscanne und mit einem Bildbearbeitungsprogramm farblich anpasse. Die Rechte für die Inhalte der Bücher liegen bei den in jeder Rezension genannten Verlagen. Die Angaben über Themen und Altersempfehlungen stammen ebenfalls von mir und entsprechen nicht in jedem Fall denen der Verlage. Manche der als englischsprachig angegebenen Bücher existieren auch in deutscher Sprache.

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